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Organspende

Leben retten duch Organspende

Viele Schwerkranke benötigen ein Spenderorgan – allein in Deutschland sind es zurzeit etwa 12.000. Eine Organspende kann ihnen zu neuem Leben verhelfen.

Rund 80 Prozent aller Menschen in Deutschland können sich laut Umfragen vorstellen, nach dem Tod ein oder mehrere Organe zu spenden. Doch nur 12 Prozent besitzen tatsächlich einen Spenderausweis. Während manche schlicht nicht wissen, wo sie den Ausweis bekommen, möchten sich andere - zumindest jetzt - noch nicht mit Thema auseinander setzen. Denn der Gedanke an Organspende bedeutet auch, sich ganz persönlich mit dem eigenen Tod zu beschäftigen. Das Wissen über konkrete Details erleichtert die Entscheidung für oder gegen die Organspende.


Das sollten Sie wissen

Grundsätzlich kann jeder Bürger ab dem 16. Lebensjahr seine Organe nach dem Tod spenden. Eine Altershöchstgrenze gibt es nicht. Auch die Niere eines 65-Jährigen kann einem Dialysepatienten Leben schenken, wenn sie funktionstüchtig ist. Explizit gegen die Organspende kann man sich bereits ab dem 14. Lebensjahr entscheiden. Am besten ist es, seinen jeweiligen Willen schriftlich festzuhalten, zum Beispiel auf dem Organspendeausweis. 

Vor einer eventuellen Organentnahme müssen zwei Ärzte unabhängig von einander den Hirntod des potentiellen Spenders feststellen. Selbstverständlich muss dann geprüft werden, ob die Person der Spende zugestimmt hat oder die Angehörigen entscheiden nach deren vermutlichem Willen. Wenn die Zustimmung zweifelsfrei vorliegt, wird medizinisch überprüft, ob keine Infektionen oder Tumorerkrankungen vorliegen, die einen potenziellen Empfänger gefährden könnten. Generell ausgeschlossen ist die Spende bei einer akuten Krebserkrankung oder einem positiven HIV-Befund. 

Nach der medizinischen Prüfung wird ein passender Empfänger gesucht. In Deutschland koordiniert die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) die Organspenden. Sie arbeitet dazu mit Krankenhäusern und den Transplantationszentren zusammen sowie mit der Stiftung Eurotransplant, bei der potentielle Empfänger aus mehreren europäischen Nachbarländern registriert sind. Dabei bleibt der Spender gegenüber dem Empfänger anonym und dieser gegenüber den Angehörigen des Spenders.


Dokumentieren Sie Ihren Willen

Auch wenn es schwer fällt, sollten Sie sich mit der Frage „Organspende: Ja oder Nein?“ rechtzeitig beschäftigen. Hilfreich ist es z. B. mit Freunden oder Angehörigen darüber zu sprechen. So können Sie das Für und Wider gegen einander abwägen und sicherer für sich entscheiden. Für die Angehörigen bedeutet es eine zusätzliche emotionale Belastung, im Ernstfall entscheiden zu müssen, ob die Organe entnommen werden dürfen oder nicht. Ganz sicher in ihrem Sinne können die Ärzte handeln, wenn Sie einen Organspendeausweis bei sich tragen. Auf dem Ausweis können Sie eintragen, ob Sie

  • generell oder nur für bestimmte Organe mit einer Spende einverstanden sind,
  • bestimmte Organe ganz ausschließen möchten,
  • einer Spende widersprechen oder
  • die Entscheidung einer anderen Person überlassen.

So kommen Sie zu einem Ausweis

Hier können Sie sich den Organspendeausweis online direkt herunterladen, ausfüllen und ausdrucken. Anschließend müssen Sie ihn nur noch unterschreiben und am besten bei sich tragen. downloaden


Wann Lebendspenden möglich sind

Es gibt auch Organe, die von Lebenden gespendet werden können, zum Beispiel die doppelseitig angelegten Nieren. Ein gesunder Mensch mit guter Nierenfunktion kann deshalb ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen eine Niere spenden. Auch ein Stück der Leber kann entnommen werden, ohne dass für den Spender gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten. Laut dem in Deutschland geltenden Transplantationsgesetz sind Lebendspenden nur unter engen Verwandten und persönlich eng verbundenen Personen zulässig.


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Ihre Fragen beantworten unsere Kundenberater in den Servicecentern der IKK Nord gerne persönlich oder am Telefon (Kontaktdaten). Oder Sie senden einfach eine
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