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Darmkrebs ist diskret. Bevor er sich als - tödliche - Krankheit bemerkbar macht, wächst er im Stillen, ohne Schmerzen zu verursachen, im Dickdarm. Wenn er dann erkannt wird, ist häufig eine umfangreiche Therapie, meist mit Chemotherapie und Operationen notwendig. Dem können Sie vorbeugen.
Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten in den Industriestaaten und tritt sowohl bei Männern als auch bei Frauen als die zweithäufigste Krebsart auf. Bei den Männern führt der Prostatakrebs die Statistik an, bei Frauen Brustkrebs. In Deutschland erkranken jährlich über 73.000 Menschen an Darmkrebs. Aufgrund guter Vorsorge und erfolgreicher Behandlung sinkt jedoch die Sterblichkeit kontinuierlich. Darmkrebs tritt überwiegend nach dem 50. Lebensjahr auf und ist in hohem Maße vom persönlichen Lebensstil abhängig.
Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die die Entstehung von Darmkrebs begünstigen:
Die Symptome bei Darmkrebs sind oft uncharakteristisch. Wer keine Schmerzen verspürt, nimmt die ersten Anzeichen unter Umständen gar nicht war. Erste Anzeichen können sein:
Die beste Möglichkeit, Darmkrebs frühzeitig zu erkennen, ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung. Da das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, ab 50 Jahren ansteigt, ist auch die Darmkrebsvorsorge ab dann eine für gesetzlich krankenversicherte kostenfreie Leistung. Das ist ein Test auf Blut im Stuhl (Okkultbluttest, Hämocculttest). Dieser Test kann alle zwei Jahre wiederholt werden. Der Test wird beim Hausarzt gemacht, z.B. im Rahmen des regelmäßigen Check up.
Eine noch genauere Möglichkeit, Anfangsstadien von Darmkrebs zu erkennen, ist die Darmspiegelung (Koloskopie), die vom Facharzt angeboten wird. Ab dem Alter von 55 Jahren kann sie im Abstand von zehn Jahren in Anspruch genommen werden. Die Darmspiegelung hat inzwischen viel von ihrem Schrecken verloren, da sie praktisch schmerzfrei durchgeführt wird. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt informieren, was Sie selbst zur Vorbereitung tun müssen und wie die Darmspiegelung genau abläuft.

Wenn ein Verdacht auf Darmkrebs besteht, wird der Darm im Rahmen einer Darmspiegelung gründlich untersucht. Werden dabei verdächtige Veränderungen entdeckt, werden bereits während der Darmspiegelung Gewebeproben genommen. Diese Gewebeproben bieten die einzige Möglichkeit, Darmkrebs sicher zu erkennen oder auszuschließen. Wenn die Veränderungen nur klein sind, können sie im Rahmen einer Darmspiegelung entfernt werden. Größere Veränderungen werden in einer Operation entfernt, bei der auch vom gesunden Gewebe sicherheitshalber etwas entfernt wird. Damit soll verhindert werden, dass Ausläufer eines eventuell bis dahin noch nicht sichtbaren Tumors übrig bleiben. Da der Dickdarm verhältnismäßig lang ist, stellt eine Entfernung von ein paar Zentimetern Darm für die Patienten kaum eine Änderung der Lebensqualität dar.
Im Anschluss an eine Operation kann eine chemotherapeutische und/oder strahlentherapeutische Behandlung erfolgen - allerdings nur dann, wenn in den Lymphknoten bereits Tumorzellen entdeckt wurden. Damit soll die Ausbreitung des Tumors in andere Gewebe und Organe verhindert werden.
Je nach Größe des Tumors und Schwere der Operation können noch andere Behandlungsformen angewendet werden. Das wird dann je nach individueller Erkrankung im ärztlichen Gespräch festgelegt.
Zur Darmkrebsvorbeugung gehört in erster Linie eine ballaststoffreiche Ernährung mit wenig Fleisch und Fett. Mäßig Alkohol, tägliche Bewegung und vor allem kein Übergewicht sind weitere Faktoren, die die Darmgesundheit erhalten helfen.
Wenn Sie Beratung zur darmgesunden Ernährung wünschen, wenden Sie sich an Ihr nächst gelegenes Präventionscenter.
Beispiel für ein ballaststoffreiches Rezept: Bohnenpfanne mit Schweinefilet.
Ab 50 Jahren steigt das Risiko an Darmkrebs zu erkranken an, deshalb haben gesetzlich Versicherte ab 50 Jahren die Möglichkeit, kostenfrei an einem Früherkennungstest teilzunehmen.
Für persönliche Informationen über Krebsvorsorge stehen Ihnen unsere Experten unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 4557378 gern zur Verfügung. Alternativ können Sie der IKK Nord auch eine E-Mail über das vorbereitete Kontaktformular senden.
Von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) anerkannte Darmkrebszentren in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein:
Darmzentrum Greifswald
Universitätsklinikum der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald (AöR)
Prof. Dr. med. C.-D. Heidecke
Friedrich-Loeffler-Straße 23b
17475 Greifswald
Telefon: 03834 866001
Darmzentrum Pinneberg
Regioklinikum Pinneberg
Dr. med. Ulf Nahrstedt
Fahltskamp 74
25421 Pinneberg
Telefon: 04101 2170
Auf der Internetseite des Deutschen Krebsinformationsdienstes finden Sie umfangreiche und stets aktualisierte Informationen: http://www.krebsinformationsdienst.de.
Außerdem stellen wir Ihnen das Informationsblatt "Darmkrebs-Früherkennung - Was sollte ich wissen?" des Krebsinformationsdienstes (KID) zum Download bereit. downloaden