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Sie fängt ganz plötzlich mit Fieber und Gliederschmerzen an, innerhalb von etwa zwei Stunden fühlt man sich wie völlig abgeschlagen, kann keinen klaren Gedanken mehr fassen und mag sich nicht mehr bewegen. Dann ist sie da: die Grippe.
Die Grippe (Influenza) ist eine durch Viren ausgelöste Infektion der Atemwege. Die Viren schädigen die Schleimhaut der Atemwege und ermöglichen so den Eintritt viraler Giftstoffe oder bestimmter Bakterien in den Körper. Eine Grippe tritt gehäuft in der typischen Grippe-Saison von Dezember bis April auf und ist sehr ansteckend.
Die Grippe-Viren werden in der Regel über Tröpfcheninfektion (meist Niesen und Husten) von Mensch zu Mensch übertragen. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit liegen ein bis fünf Tage. Während dieser Zeit kann ein infizierter Mensch schon andere anstecken. Dagegen ist eine Woche nach Krankheitsbeginn die Infektionsgefahr gering.
Eine Influenza beginnt immer mit hohem Fieber, Abgeschlagenheit, Glieder- und Kopfschmerzen und geht danach mit Husten und Schnupfen weiter. Wenn das überstanden ist, folgt die Genesungsphase, die je nach allgemeinem Gesundheitszustand auch länger als eine Woche dauern kann. Der Husten kann dabei noch länger andauern. In der Zeit kann das Immunsystem so stark geschwächt werden, dass der Körper für weitere Infektionen anfälliger wird.
Eine gewöhnliche Erkältung - grippaler Infekt genannt - wird auch durch Viren verursacht, allerdings sind die Virentypen der beiden Erkrankungen unterschiedlich. Bei einer Grippe sind die Beschwerden zudem meist stärker und setzen schneller ein als bei einer Erkältung.
Eine Grippe wird in erster Linie so behandelt, dass die Beschwerden gelindert werden. Dabei werden Fieber oder Schmerzen mit leichten Schmerzmitteln behandelt. Wenn der Körper durch eine Grippe stark geschwächt ist, können ihn zusätzlich Bakterien befallen. Dann können schwerwiegende Organerkrankungen wie eine Lungenentzündung die Folge sein. Bei betroffenen Patienten werden deswegen zusätzlich Antibiotika eingesetzt.
Ganz zu Beginn einer Influenza kann der Arzt noch mit einem antiviralen Medikament eingreifen. Damit werden die Grippesymptome etwas abgemildert.
Betroffene können die Genesung selbst unterstützen, wenn sie ...
Regelmäßiges Hände waschen ist die beste Vorbeugung. Denn die Grippeviren können auf jeder Türklinke und allen Gegenständen des täglichen Gebrauchs sehr lange überdauern.
Wer zusätzlich sein Immunsystem stärkt, der ist nicht so anfällig für einen grippalen Infekt oder gar eine Grippe. Und zwar mit folgenden Maßnahmen:
Um einer Grippe vorzubeugen, kann man sich impfen zu lassen. Der geeignete Zeitraum dafür liegt in der Zeit von September bis November. Der Impfschutz beginnt etwa zwei Wochen nach der Impfung.
Die Grippe-Impfung ist normalerweise gut verträglich. Dennoch können leichte Reaktionen an der Injektionsstelle und Allgemeinreaktionen wie Abgeschlagenheit, Magen-Darm-Beschwerden oder Temperaturerhöhungen auftreten. Eine Grippe-Impfung schützt nicht immer vor einer Grippe, senkt aber die Stärke der Beschwerden deutlich. Allerdings schützt sie nicht vor anderen Erkältungs-Krankheiten. Da sich die Grippe-Viren immer wieder verändern, muss die Impfung jedes Jahr aufgefrischt werden.
Menschen, die an einer Hühnereiweißallergie leiden, sollten sich nicht mit dem normalen Grippe-Impfstoff impfen lassen. Dieser kann aufgrund des Herstellungsprozesses Spuren von Hühnereiweiß enthalten. Informieren Sie unbedingt vor der Impfung Ihren Arzt bei einer solchen Allergie oder anderen Unverträglichkeiten.
Generell wird die Impfung für folgende Personengruppen (lt. STIKO – Ständige Impfkommission) empfohlen und ist für sie kostenfrei:
Wenn man sich doch angesteckt hat und die Grippe im Haus ist, sind keine besonderen Hygienemaßnahmen notwendig:
Die Broschüre "Impfschutz für die ganze Familie" der Bundeszentrale für gesundheitlich Aufklärung (BZgA) beantwortet 20 Fragen rund um das Thema impfen. downloaden