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Ursprünglich angelegt als Wärmeschutz sind die Haare gleichzeitig ein Zeichen von Gesundheit und Schönheit. Werden die Haar brüchig oder verliert man sein Haar, wird das von den Betroffenen häufig als belastend oder sogar entstellend empfunden.
Recht weit unten in der Haut entstehen die Haare in der Haarwurzel. Dort werden die Hornzellen gebildet, aus denen das Haar besteht. Diese Hornzellen "wandern" schräg nach oben aus der Haut heraus und bilden das Haar. Jedes Haar besitzt eine Talgdrüse, die an der Haarwurzel mündet. Das Haar kann durch einen kleinen Muskel aufgerichtet werden und verfügt über Nervenfasern, die z.B. Berührungen registrieren. Dieser kleine Muskel ist auch dafür verantwortlich, dass sich die Haare z.B. bei Kälte aufrichten und sich dadurch die „Gänsehaut“ bildet.
Die Haare wachsen pro Monat ungefähr einen Zentimeter. Dabei werden drei Phasen unterschieden, die jedes Haar im Laufe seines Lebens bis zu zehn Mal durchläuft: Zunächst wächst das einzelne Haar etwa zwei bis zehn Jahre lang. Daran schließt sich eine Übergangsphase von nur etwa zwei Wochen an. Abschließend geht das Haar in eine Ruhephase. Diese Phase schwankt, je nach Körperregion, zwischen drei und acht Monaten. Insgesamt durchläuft eine gesunde Haarwurzel diesen Zyklus bis zu zehnmal, bis beim letzten Mal das Haar ausfällt. Der normale Haarverlust liegt bei täglich bis zu hundert Haaren.
An der Haarwurzel sitzen Melanozyten, Zellen, die Pigmente (Melanin) an das entstehende Haar abgeben. Diese Pigmente bestimmen die Art und Menge der Haarfarbe. Im Laufe des Lebens nimmt allerdings die Melaninproduktion ab und zusätzlich lagern sich vermehrt Lufteinschlüsse im Haar ein - damit wird es grau und feiner. Ob die Haare glatt, gewellt oder lockig sind, hängt vom Haarquerschnitt ab: Je runder das Haar, desto glatter ist es, und je elliptischer der Haarquerschnitt ist, desto lockiger ist das Haar.
Wenn über längere Zeit schädigende Einflüsse auf das Haar einwirken, dann wird das Haar strapaziert. Färben, Dauerwellen, heißes Fönen, aber auch zu viel Sonne gehören dazu. Das Haar wirkt stumpf, glanzlos, strohig und spröde. Wer diese äußeren Einflüsse abstellen kann, hat schon einen großen Schritt in Richtung schönes Haar getan. Lassen Sie sich von Ihrem Friseur beraten.
Wenn das Haar seinen schützenden Fettfilm verliert, der es normalerweise umgibt, dann trocknet das Haar aus. Die äußere Schuppenschicht ist aufgerauht und angegriffen, das Haar verliert seine Feuchtigkeit und Elastizität. Es wirkt glanzlos und spröde und bricht leicht. Das betrifft besonders langes Haar, das dann auch der Länge nach aufbricht - splissig wird. In diesem Fall hilft nur noch ein fachkundig durchgeführter Haarschnitt und für trockenes Haar geeignete Pflegeprodukte.
Wenn die Talgdrüsen in der Haarwurzel zu viel Fett produzieren, dann sieht das Haar fettig aus und die Frisur fällt in sich zusammen. Das passiert auch schon dann, wenn man die Haare gerade erst gewaschen hat. Als Ursachen für die übermäßige Talgproduktion kommen Stress, falsche Ernährung oder hormonelle Umstellungen in Frage. Um diese Situation in den Griff zu bekommen, helfen geeignete Pflegeprodukte. Auch eine Umstellung von Lebens- und Essgewohnheiten kann zu einer Besserung führen. Lassen Sie sich einfach in Ihrer IKK Service Apotheke beraten.
Wer schuppiges Haar hat, bemerkt dies meist an dem "weißen Schnee", der sich auf der Kleidung ablegt. Er entsteht durch eine übermäßige Vermehrung der Kopfhautzellen. Äußere Einflüsse wie trockene Heizungsluft, nicht gründlich ausgespülte, falsche Haarpflegemittel oder Stress können die Kopfhaut reizen und die Schuppenbildung ankurbeln. Die übermäßige Schuppenbildung wird häufig von einem unangenehmen Juckreiz begleitet.
Kopfschuppen sind nicht nur ein rein kosmetisches Thema. Bevor allerdings übermäßige Kopfschuppen behandelt werden, müssen im ärztlichen Gespräch eine Schuppenflechte und Kontaktallergien ausgeschlossen werden.
Das Aussehen der Haare hat einen großen Anteil am individuellen Wohlbefinden. Umso unangenehmer ist es dann, wenn das Haarwachstum beeinträchtigt ist und sogar von Außenstehenden wahrgenommen werden kann.
Wenn die Haare bleiben, nur nicht mehr schön aussehen, können Betroffene mit einer Ernährungsanpassung und geeigneten Pflegeprodukten für Besserung sorgen. Doch was tun, wenn die Haare ausfallen? Wenn über einen längeren Zeitraum mehr als hundert Haare pro Tag ausfallen? Dann ist ärztlicher Rat gefragt.
Die häufigsten Arten von Haarausfall sind:
Außerdem können Pilzerkrankungen oder eine Schuppenflechte die Ursache für starken Haarausfall sein. In allen Fällen ist ärztlicher Rat gefragt.
An den Haaren kann man sehen, wie es dem Menschen geht: Fühlt er sich schlecht oder ist eine Krankheit im Anmarsch, hängen die Haare stumpf und kraftlos herab. Ist er gesund, fit und fühlt sich wohl, zeigen sich auch die Haare von ihrer glänzenden Seite. Das Alter spielt ebenfalls eine Rolle: Ab etwa 40 Jahren verändert sich das Haar - speziell bei Frauen. Die Ursache ist, dass der Körper weniger Östrogen produziert. Dadurch wird das Haar in seiner Struktur feiner, es kann sich sogar auslichten. Auch die Kopfhaut wird fettärmer und das Haar trockener. Im Folgenden haben wir für Sie ein paar Haarpflege-Tipps zusammengestellt, die das Haar gut und gesund aussehen lassen:
Man unterscheidet beim Färben der Haare zwei Methoden, zum einen die Färbung mit oxidativen Haarfarben, zum anderen die Tönung mit so genannten direktziehenden Farbstoffen.
Oxidative Haarfarben bestehen aus mindestens zwei Komponenten, die direkt vor der Anwendung miteinander gemischt werden müssen. Sie verändern die natürlichen Haarpigmente und geben dem Haar eine mehr oder weniger dauerhaft haltbare Farbe. Bei sehr häufigem Kontakt - wie z.B. an der Haut des Friseurs - können diese Haarfarben zu Irritationen der Haut an Händen oder Armen führen. Daher sollte der Friseur beim Färben grundsätzlich Handschuhe tragen - um die Haut zu schonen und natürlich, um die Anfärbung der Haut zu vermeiden.
Auswaschbare Haarfärbeprodukte, so genannte Direktzieher, tönen das Haar vorübergehend. Diese schon fertigen Farbstoffe lagern sich am einzelnen Haar an und ergeben zusammen mit der natürlichen Haarfarbe den neuen Farbton. Eine Farbveränderung mit diesen Colorationen ist daher nicht dauerhaft: Die äußerlich angelagerten Farbstoffe waschen sich nach sechs bis acht Haarwäschen wieder heraus. Die Colorationen sind sehr schonend für das Haar. Aber auch hier gilt: wegen einer möglichen Anfärbung der Haut oder der Fingernägel sollten Anwender stets Handschuhe tragen.
Haarfärbemittel verhalten sich gegenüber Haaren und Kopfhaut aggressiv. Sie können sogar eine Kontaktallergie auslösen. Die Empfehlung der Hersteller von Haarfärbeprodukten, einen Test zu machen, ob der Körper auf das gewählte Produkt empfindlich oder sogar allergisch reagiert, ist allerdings problematisch zu bewerten: Denn auch diese Selbsttest können zu einer Sensibilisierung beitragen und eine Allergie auslösen. Deswegen sollten Sie Veränderungen der Haarfarbe lieber vom Friseur machen lassen. Einerseits können Friseure sehr gut einschätzen, welche Haarfarbe nach der Behandlung heraus kommen. Andererseits sorgen sie dafür, dass die Färbemittel so wenig Kontakt mit der Kopfhaut wie möglich bekommen.
Damit der Körper kräftige Haare bilden kann, die fest in der Kopfhaut verankert sind, benötigt er Baustoffe in Form von Vitaminen, Spurenelementen und Eiweiß. Ein gesunder Mensch sollte pro Tag 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht mit der Nahrung aufnehmen. Eiweißreiche Lebensmittel sind beispielsweise Fleisch, Milch, Milchprodukte, Fisch und Hülsenfrüchte. Wer sich vorwiegend fleischlos ernährt, der sollte auf Kombinationen von verschiedenen Eiweißquellen achten, die eine besonders hohe Eiweiß-Wertigkeit besitzen. Dazu zählt z.B. die Kombination aus Kartoffeln und Ei - in Norddeutschland beliebt als „Bauernfrühstück“
Für das Zellwachstum ist Folsäure ein sehr wichtiges Vitamin. Die Zufuhrempfehlungen für Erwachsene liegen bei täglich 400 Mikrogramm. Folsäure ist vor allem in grünem Blattgemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten vorhanden. Biotin ist Bestandteil des Eiweißstoffwechsels und damit auch an der Bildung der Eiweißstruktur des Haares beteiligt. Es ist ein wasserlösliches Vitamin, das vor allem in Milch und Milchprodukten, Eiern, Vollkornprodukten sowie Hülsenfrüchten enthalten ist. Der Biotin-Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt zwischen 30 und 60 Mikrogramm.
Außerdem ist das Spurenelement Zink für ein gesundes Haarwachstum wichtig. Es ist an der Bildung der Haarstrukturen in Form von Keratin und Kollagen beteiligt. Zinkreiche Lebensmittel sind Rindfleisch, Eier und Käse.
Ergänzend hier noch eine Liste weiterer Vitamine und Mineralstoffe, die für gesundes Haarwachstum wichtig sind:
Ein Mangel an Omega-6-Fettsäuren kann zu Haarausfall führen. Omega-6-Fettsäuren sind in hochwertigen pflanzlichen Ölen, z.B. Sonnenblumen-, Maiskeim- und Sojaöl zu finden.
Wenn Sie Fragen zu gesunder und ausgewogener Ernährung haben, wenden Sie sich an Ihr IKK Nord-Präventionscenter. mehr
Dank neuer Verträge mit den Friseur-Landesinnungen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bietet die IKK Nord im Bereich der Zweithaar-Versorgung gegenüber anderen Krankenkassen deutliche Mehrleistungen. Die IKK Nord übernimmt alle medizinisch notwendigen und kosmetisch erforderlichen Leistungen und Kosten bis zu den vereinbarten Preisen.
Einen weiteren Mehrwert gibt es für die Versicherten auch durch die Vereinfachung des Abrechnungsverfahrens. So ermöglichen die neuen Verträge eine Umstellung von der Kostenerstattung auf das Sachleistungsprinzip. Die IKK Nord-Versicherten müssen nicht mehr finanziell in Vorleistung gehen. Die Abrechnung erfolgt direkt zwischen der IKK Nord und dem Leistungserbringer.
Brauchen Sie weitere Informationen? Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit dem IKK Nord Servicecenter in Ihrer Nähe auf.
Hier haben wir Web-Adressen für Sie zusammengestellt, bei denen Sie sich rund um das Thema Gesundheit für Haut und Haar informieren können:
http://www.gesundheit-heute.de/gh/ebene.html?id=1895
Ihre Fragen beantworten unsere Kundenberater in den Servicecentern der IKK Nord gerne persönlich oder am Telefon (Kontaktdaten). Oder Sie senden einfach eine
verschlüsselte E-Mail mit dem vorbereiteten Kontaktformular.