Zecken durchlaufen in einer Zeit von zwei bis drei Jahren einen Entwicklungszyklus über mehrere Stadien: Aus dem Zeckenei schlüpft eine Larve. Diese Larve entwickelt sich weiter zu einer Nymphe und von dort aus zur geschlechtsreifen Zecke. In jedem dieser Stadien brauchen die Zecken eine Blutmahlzeit - die sie sich auch vom Menschen holt, wenn man sie lässt.
Um zu überleben und sich entwickeln zu können, brauchen Zecken feuchte Wärme mit Temperaturen von mindestens zehn Grad. Und sie brauchen einen Lebensraum, in dem Wirtstiere vorkommen, von denen sie ihre Blutmahlzeiten bekommen können. Deswegen bevorzugen sie Waldränder und Waldlichtungen in Laub- und Mischwäldern mit krautigem oder grasigem Unterwuchs. Auch findet man Zecken häufig an Bachrändern und Gebüschen oder hohen Gräser an Wegrändern. Um an ihren Wirt zu gelangen, klettern Zecken bis zu einer Höhe von maximal 1,5 Meter. Bis auf die Spitze eines Blattes oder Zweiges. Davon streift der Wirt sie dann beim Vorübergehen ab.
Auf seinem Wirtstier oder seinem menschlichen Opfer krabbelt die Zecke dann an Stellen, die etwas feucht und warm sind und nur eine dünne Haut haben - also zum Beispiel unter den Armen oder in der Leistengegend. Dort sticht sie ihren Stechapparat in die Haut und betäubt gleichzeitig den Einstich. Bis zu zehn Tagen lang kann die Zecke dort bleiben und saugt dabei das bis zu 200-fache ihres eigenen Körpergewichtes auf.
Zecken können Krankheiten übertragen. Die am weitesten verbreiteten sind die Lyme-Borreliose und die Früh-Sommer-Enzephalomeningitis (Hirnhautentzündung). Die Lyme-Borreliose, auch Wanderröte genannt, ist eine bakterielle Erkrankung, während die Hirnhautentzündung von Viren verursacht wird.
Um einen Zeckenstich zu vermeiden, gibt es keine absolut zuverlässigen Schutzmethoden. Man kann nur einige allgemeine Maßnahmen beachten, um das Risiko eines Stiches zu verringern:
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Viele interessante Informationen zu den von Zecken übertragbaren Krankenheiten FSME (Früh-Sommer-Meningoenzephalitis = Hirnhautentzündung) und Borreliose finden Sie unter dem Navigationspunkt Gesundheit > Themenspecials > FSME und Borreliose. mehr