Sucht trifft nie nur den Süchtigen allein. Sucht zieht die gesamte Umgebung in Mitleidenschaft, vor allem die Familie. Angehörige suchtkranker Menschen entwickeln häufig Verhaltensweisen, die der betroffenen Person zwar kurzfristig helfen, längerfristig gesehen jedoch positive Veränderungen eher behindern. Wenn sich Suchtkranke mehr und mehr zurückziehen und passiv werden, übernehmen Angehörige oft automatisch mehr Verantwortung. Sie versuchen die Folgen der Sucht auszugleichen, wie unzuverlässiges, verletzendes, finanziell schädigendes Verhalten.
Suchtkranke spüren dadurch lange nicht die Konsequenzen ihres Verhaltens können nach außen vortäuschen, es laufe alles bestens. Sie sehen damit keinen Anlass, etwas an ihrer Situation zu ändern. Im Laufe der Zeit kommen die Angehörigen an die Grenzen ihrer Kraft und geben sich dabei völlig auf, während der Suchtkranke immer tiefer in die Abhängigkeit rutscht und sich noch mehr zurückzieht.
Wie kann man seinen Partner/Angehörigen motivieren, die Sucht als Sucht zu akzeptieren? Welche Institutionen bieten eine geeignete Therapie an? Und welche Hilfestellung bieten Vereine und Selbsthilfegruppen? Ratsuchende können sich am 5. Juli 2010, in der Zeit von 16.30 - 18.30 Uhr, in der Online-Suchtberatung von qualifizierten Fachkräften zum Thema „Mein Partner/Angehöriger ist suchtkrank. Was kann ich (für mich) tun?“ zu diesen und anderen Fragen beraten lassen.
Die virtuelle Beratungsstelle ist ein Internetprojekt der ATS, der Ambulanten und Teilstationären Suchthilfe des Landesvereins für Innere Mission in Schleswig-Holstein. Die IKK Nord unterstützt dieses Beratungsangebot. Regelmäßig am ersten Montag im Monat beraten die Mitarbeiter der ATS von 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr im Live Chat zu Suchtproblemen.
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