Wenn Du dir sicher bist, welchen Beruf Du erlernen möchtest, dann geht es daran, einige mögliche Arbeitgeber auszuwählen und Bewerbungen zu schreiben. Welche Firmen Ausbildungsplätze anbieten, erfährst Du sowohl vom Arbeitsamt als auch im Stellenmarkt in den Tageszeitungen oder bei den für den jeweiligen Beruf zuständigen Berufsverbänden. Viele Unternehmen suchen darüber hinaus im Internet, entweder auf der eigenen Homepage oder auf Jobportalen nach Auszubildenden.
Natürlich kannst Du auch selbst die Initiative ergreifen und einzelne Betriebe anrufen, um nach Ausbildungsmöglichkeiten zu fragen. Die Personalchefs sehen dies häufig sehr gern, denn es zeigt Motivation und Interesse am zukünftigen Beruf.
Fast alle Unternehmen bevorzugen eine schriftliche Bewerbung. Diese sollte mit dem Computer oder der Schreibmaschine geschrieben sein; nur selten werden noch handschriftliche Unterlagen akzeptiert. Zur vollständigen Bewerbung gehören ein Anschreiben, der Lebenslauf mit einem aktuellen Foto sowie Kopien des letzten Schulzeugnisses und anderer Nachweise, wie z.B. Sprachkurse oder Praktika. Denke daran, keine Originale zu verschicken und achte darauf, dass alle Seiten sauber und ohne Eselsohren sind.
Für die Ausbildungsplatzsuche: Lehrstellenbörsen im Internet
Im Anschreiben (auch Bewerbungsbrief genannt) hast Du die Gelegenheit, auf dich aufmerksam zu machen und dich einem möglichen Arbeitgeber zu präsentieren.
Dein Anschreiben sollte auf hochwertigem Papier geschrieben und nicht länger als eine DIN A4 Seite sein.
Verwende eine Schriftgröße zwischen 10 und 12 Punkt sowie allgemein bekannte Schriften wie Arial oder Times. Die Seitenränder sollten links und rechts etwa 2,5 cm betragen. Oben links stehen Ihre Absenderdaten mit Telefonnummer und - wenn vorhanden - E-Mail. Gleich darunter folgt die Anschrift des Betriebes, wo Du dich bewirbst und (möglichst) der Name des zuständigen Mitarbeiters. Rechts daneben trägst Du das aktuelle Datum ein.
Vor der Begrüßungsformel erwähnst Du den Grund Deines Schreibens. Dabei sollte deutlich werden, dass es sich um eine Bewerbung handelt, auf was für eine Stelle Du dich bewirbst und woher Du die Information über die Ausschreibung hast.
Gegen Ende Deines Briefes kannst du durch einen Schlusssatz Deine Hoffnung auf ein Vorstellungsgespräch zum Ausdruck bringen. Verwende hierzu z.B. Sätze wie „Über eine Einladung zum persönlichen Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr“ oder „Ich hoffe, Ihr Interesse geweckt zu haben“.
Unterschreibe handschriftlich mit Deinem Vor- und Nachnamen und führe darunter unter „Anlage“ auf, welche Unterlagen Du deinen Bewerbungsunterlagen beifügst.
Erkläre sachlich und nicht übertrieben, wieso Du dich gerade für diesen Beruf und diese Firma interessierst. Gehe dabei auch kurz auf Deine bisherigen Tätigkeiten (Schulzeit, Praktika) sowie Fähigkeiten (Lieblingsfächer, besondere Kenntnisse) ein. Damit kannst Du unterstreichen, warum gerade Du für die Ausbildungsstelle gut geeignet bist. Führe auch auf, wenn Du einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehst. Das zeigt Engagement und soziale Kompetenz.
Bevor Du deine Bewerbung auf die Reise schickst, lass vor allem das Anschreiben von Eltern oder Bekannten noch einmal durchlesen und auf Rechtschreib- oder Stilfehler hin überprüfen.
Wohl kaum einem anderen Dokument Deiner Bewerbung werden die Personalverantwortlichen mehr Aufmerksamkeit schenken, als dem Lebenslauf. Dieser ermöglicht einen Überblick über den schulischen Werdegang und weist auf weitere Fähigkeiten und Interessen hin.
Verwendst Du kein Deckblatt, gehört das Bewerbungsfoto rechts oben auf den Lebenslauf. Es ist sinnvoll, es mit lösbaren Klebestreifen festzukleben, damit Du es später eventuell wieder verwenden kannst. Für den Fall, dass sich das Bild doch löst, schreibe Deinen Namen mit einem weichen Stift auf die Rückseite.
Das Foto selbst sollte kein Passbild aus dem Automaten sein. Auch wenn Bewerbungsfotos beim Fotografen ein wenig teurer sind (ab ca. 15 Euro) - oft zahlt sich die Qualität am Ende aus.
Ob das Bild in Farbe oder schwarz-weiß gehalten ist, ist Geschmackssache. Das Format jedoch sollte ein wenig größer sein als ein Passfoto (ca. 4,5 x 6 cm).
Wichtig ist, dass Du souverän und mit einem kleinen Lächeln in die Kamera schaust. Das signalisiert Offenheit und Freundlichkeit.
Der Lebenslauf selbst sollte knapp und in tabellarischer Form verfasst werden. Um einheitlich und übersichtlich zu bleiben, empfiehlt es sich, die Schriftart und Schriftgröße vom Anschreiben beizubehalten. Wichtig ist, dass der Lebenslauf keine Leerzeiten aufweist. Gibt es dennoch Lücken (z.B. Arbeitslosigkeit nach dem Schulabschluss), sollten diese auch offen und ehrlich erwähnt werden.
Grundsätzlich gehören folgende Angaben (mit Daten) in den Lebenslauf:
Am Ende des Lebenslaufs stehen Ort und das aktuelle Datum sowie die Unterschrift mit Vornamen und Nachnamen.
Mehr nützliche Tipps rund um die schriftliche Bewerbung gibt es hier