Body Mass Index BMI

Body Mass Index BMI und BMI-Rechner

Was ist der BMI?

Für viele Menschen gehört das tägliche Wiegen einfach dazu. Sei es, um die Kontrolle über sein aktuelles Gewicht zu haben, sei es, um bei möglichen Zu- oder Abnehmvorhaben die Bestätigung zu bekommen, dass es funktioniert. Dabei sagt das Körpergewicht allein nicht viel aus. Wenn das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße gesetzt wird, kann das auf mögliche gesundheitliche Risiken hinweisen.

Ein Maß für das Risiko auf gesundheitliche Risiken, die sich aus Über- oder Untergewicht ergeben, ist der Body Mass Index, der BMI. Er bewertet das Körpergewicht des Menschen und errechnet sich aus dem tatsächlichen Gewicht geteilt durch die Körpergröße im Quadrat. Der Wert, der aus dieser Berechnung entsteht, wird nach der WHO (World Health Organization) wie folgt eingeteilt:

Durchschnittliche BMI Bewertung

 BMI männlichBMI weiblich
Untergewicht<= 20<= 19
Normalgewicht20-2519-24
Übergewicht26-3025-30
Adipositas31-4031-40
starke Adipositas>= 40>= 40

Das BMI-Ergebnis kann allerdings in vielen Fällen auf Übergewicht hinweisen, wo gar keins ist. Wenn Sie viel körperlich arbeiten oder trainieren (beispielsweise Body-Builder, Gewichtheber, Schwerstarbeiter), ist das Ergebnis nicht aussagekräftig, denn der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse im Körper. Dazu bedarf es genauerer Messungen, die im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung durchgeführt werden.

Optimaler Body Mass Index nach Alter

Alteroptimaler BMI
19-2419-24
25-3420-25
35-4421-26
45-5422-27
55-6423-28
älter als 6524-29

Bei starkem Untergewicht, Übergewicht oder starkem Übergewicht sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen und um Rat und Hilfe bitten. Das kann sowohl eine Ernährungsumstellung als auch eine Anpassung der täglichen Bewegung sein. Informationen und individuelle Hilfestellungen bieten Ihnen auch die IKK Nord Präventionscenter.

Wo das Fett sitzt, ist wichtig

Der Body-Mass-Index bestimmt die Körperfettmasse. Er sagt allerdings nichts darüber aus, wo die Fettpolster sitzen. Doch wo das Körperfett sitzt, ist wichtig, denn speziell das Fett um den Bauch hat schädigende Auswirkungen auf den Stoffwechsel und erhöht das Risiko für z.B. Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So wurde festgestellt, dass Fettzellen am Bauch deutlich mehr Botenstoffe und Hormone als gewöhnliche Fettzellen bilden. Sie produzieren z.B. entzündungsfördernde Stoffe und schädigen damit die Blutgefäßwände. Damit ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht.

Zusätzlich setzen die Fettzellen im Bauchraum vermehrt Fettsäuren frei. Damit erhöht sich die Konzentration an freien Fettsäuren im Blut und führt dazu, dass der Blutzuckerspiegel steigt- Diabetes entsteht. Bei Übergewichtigen ist deshalb das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, um das Zehnfache erhöht, bei stark Übergewichtigen (Adipösen) sogar um das Dreißig- bis Sechzigfache! Bei übermäßigem Bauchfett ist zusätzlich der Fettstoffwechsel gestört: Die Konzentration im Blut an "gutem" HDL-Cholesterin, der ein wichtiger Schutzfaktor gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist, sinkt und die Werte des "schlechten" LDL-Cholesterins und der Triglyzeride steigen. Alle diese Stoffwechselveränderungen sind auch an der Entstehung von Bluthochdruck beteiligt.

Um zu verhindern, dass das Bauchfett zu dick wird, sollte der Taillenumfang

  • bei Frauen nicht über 88 Zentimeter und
  • bei Männern nicht über 102 Zentimeter sein.

Wer einen größeren Bauchumfang und gleichzeitig einen BMI über 25 hat, für den besteht ein erhöhtes gesundheitliches Risiko. In dem Fall sollten Sie abnehmen. Rat und Hilfe zur Gewichtsabnahme sowie Tipps zu gesunder Ernährung und Bewegung erhalten Sie in Ihrem IKK Nord Präventionscenter.

In Ergänzung zum BMI bietet sich das Verhältnis zwischen Taillenumfang und Hüftumfang als Maß für die Einschätzung eines erhöhten Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen an. Dabei wird folgende Formel angewandt:

BAUCHUMFANG GETEILT DURCH HÜFTUMFANG

Als Ergebnis erhalten Sie einen Wert, der wie folgt bewertet wird:

 FrauenMänner
Normalgewicht< 0,8< 0,9
Übergewicht0,8-0,840,9-0,99
Adipositas> 0,85> 1,0

Wo wird gemessen?

Der Taillenumfang wird mitten zwischen dem unteren Rippenbogen und den Hüftknochen gemessen. Der Hüftumfang wird an der breitesten Stelle rund um Hüfte und Po gemessen.

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