Grillen

Grillen

Genuss für die ganze Familie

„Nur nichts anbrennen lassen“ - das ist beim Grillen die eine Devise. „Bloß nicht aus den Augen lassen“ - das ist der zweite sehr wichtige Tipp. Wer diese beiden Grilltipps beachtet, grillt gesundheitsbewusst und bekommt für seine gegrillten Steaks bestimmt ganz viel Lob.

Die Holzkohle muss glühen, das erkennt man am weißen Überzug der Holzkohle, und der Grillrost muss richtig heiß sein. Beides sorgt dafür, dass sich die Poren des Grillgutes schnell verschließen und nicht unnötig Saft austritt. Dann bleiben Fleisch, Fisch und Gemüse innen schön saftig und bekommen von außen den richtigen Grill-Geschmack.

Wer an Grillen denkt, denkt zunächst einmal an Fleisch, speziell an saftige Steaks. Doch gerade das im Handel angebotene, bereits vorbereitete Grillfleisch hat es in sich. Deshalb versuchen Sie doch mal die fettarmen Stücke: Rindfleisch aus der Oberschale, Filet vom Schwein, Lamm oder Rind und Hühnchenbrust können genauso gut gegrillt werden wie Würstchen und Nackenschnitzel. Die Stücke können einige Stunden vor dem Grillen mariniert werden, allerdings muss überschüssige Marinade vor dem Grillen vorsichtig abgetupft werden, damit sie nicht in die Glut tropft.

Auf keinen Fall dürfen geräucherte oder gepökelte Würstchen oder Fleisch auf den Grill. Die darin enthaltenen Nitritpökelsalze können sich in der Hitze des Grillens zu krebserregenden Nitrosaminen umwandeln - und Sie wollen doch gesund genießen, oder?

Doch nicht nur Würstchen und Fleisch lassen sich grillen. Haben Sie es schon mal mit Fisch oder Gemüse probiert? Dazu haben wir für Sie ein paar Tipps zusammengestellt, mit denen Sie eine gesunde Abwechslung in Ihren Grillabend bringen können. Aber zuerst einige Hinweise zur „Hardware“.

Grillgeräte, Aluschalen und anderes Werkzeug

Inzwischen ist der Markt für Grillgeräte fast unübersichtlich geworden: Holzkohlegrill, Elektrogrill und Gasgrill sind nur einige der im Handel erhältlichen. Immer häufiger werden auch Kugelgrillgeräte angeboten. Sie bringen einige Eigenschaften mit, die zum gesunden Grillen beitragen können: Zunächst einmal kann beim Anheizen des Grills der Deckel aufgelegt werden, damit ist die Rauchbildung nicht so sehr stark - und die Nachbarn freuen sich. Dann kann man auf offenem Grill bei hoher Temperatur das Grillgut angrillen, das ergibt eine schöne Farbe und den typischen Grillgeschmack. Wenn man anschließend das Grillgut ein wenig an den Rand der Grillfläche zieht und den Deckel schließt, kann das Grillgut ohne zu verbrennen nachgaren, und es bleibt schön saftig. Wer fetthaltiges Fleisch auf dem Grill zubereitet, sollte unbedingt Aluschalen verwenden, damit das abtropfende Fett nicht in die Glut tropft. Dabei können sonst leicht Flammen entstehen, die den Grillmeister verletzen können. Gleichzeitig entstehen krebserregende Benzpyrene, die sich auf dem Grillgut ablagern.

Um das Grillgut auf dem Grill von Zeit zu Zeit zu wenden, sollten Sie zur Grillzange greifen. Damit können Sie das Grillgut sicher und vor allem aus sicherer Entfernung greifen, ohne sich zu verbrennen. Beim Wenden von Fleisch mit einer Gabel tritt Saft aus, der - siehe oben - Flüssigkeit und Fett in die Glut tropfen lässt. Dem Grillfleisch tut das Wenden mit einer Gabel ebenfalls nicht gut, denn es trocknet leichter aus - die Gefahr, eine Schuhsohle auf den Teller zu bekommen, ist also groß.

Fisch auf den Grill

Fisch enthält wertvolles Eiweiß, im Vergleich zu Fleisch weniger Fett, stattdessen aber mehr wertvolle Fettsäuren. Wenn Sie Fisch grillen wollen, versuchen Sie es mal mit Forelle, Seezunge, Lachs oder Steinbutt. Am einfachsten können Sie den Fisch in speziellen Fischgrillzangen zubereiten, damit bleibt das empfindliche Grillgut nicht am Rost kleben. Fisch wird nur wenig gesalzen und erst gegen Ende der Garzeit mit frischen Kräutern gewürzt.

Gegrilltes Gemüse

Gegrillte Maiskolben, bunte Gemüse-Spieße oder Auberginenscheiben schmecken hervorragend und belasten den Magen nicht so sehr wie fettes Fleisch. Und sie sind auf dem Grill ein echter Hingucker. Das Gemüse wird kurz vor dem Grillen erst vorbereitet und dann je nach Dicke der Stücke 5 bis 8 Minuten von jeder Seite auf dem Rost gegrillt. Auch hier gilt: Was schwarz verbrannt ist, sollte abgeschnitten und nicht verzehrt werden.

Eine Möglichkeit ist auch, das Gemüse in Alufolie einzupacken und auf dem Grill „im eigenen Saft“ zu garen: Dazu schneiden Sie je nach Geschmack grobe Gemüsewürfel, z.B. von Paprika, Zucchini, Auberginen, Zwiebeln und/oder Tomaten. Geben Sie je eine Handvoll der gemischten Gemüsewürfel auf ein Stück Alufolie. Würzen Sie mit Kräutersalz und Pfeffer und geben Sie ein wenig Öl über das Gemüse. Dann wickeln Sie die Alufolie locker („mit Luft“) um das Gemüse und garen die Päckchen etwa 10 bis 15 Minuten auf dem Grill. Damit haben Sie eine leckere Alternative zu Salaten.

Nachtisch vom Grill

Auch Süßes eignet sich zum Grillen: Wie wäre es z.B. mit einer gegrillten Banane? Gewürzt mit etwas Zucker und Zimt und verpackt in einem Alupäckchen können Sie auch Apfel- oder Birnenstücke auf dem Grill erhitzen und dann mit Vanilleeis servieren. Auch Obstspieße, die in Sesam gewendet wurden, lassen sich auf der letzten Glut des Holzkohlegrills lecker zubereiten.

Grilltipps und -rezepte

IKK Nord Faltblatt mit Grilltipps und -rezepten. Download

Rezept für gemischte Spezialitäten vom Grill für 4 Personen. Rezepttipp