Insekten

Ameisen, Bremsen (Pferdefliegen), Mücken, Wespen, Bienen, Hummeln und Hornissen

Ameisen

Wenn sie eine Stelle gefunden haben, bei der es für sie Nahrung gibt, dann laufen sie in langen Reihen bis dahin - als so genannte Ameisenstraße. Die bei uns am meisten verbreiteten Ameisen gibt es in einer braunen und einer schwarzen Form. Die braunen verspritzen, wenn sie sich angegriffen fühlen, ätzende Ameisensäure. Die schwarzen sind harmlos.

Um Ameisen zu vertreiben, kann man an dem Nestausgang einen Schwamm oder Wattebausch mit einem stark duftenden Öl, z.B. Orange, Melisse oder Lavendel, ablegen. Solche starken Düfte mögen Ameisen nicht, fühlen sich bald nicht mehr wohl und bauen ihr Nest weit weg vom Duft wieder neu.

Wer von der Ameisensäure etwas auf die Haut bekommen hat, bekommt in kurzer Zeit feuerrote Stellen. Die sollten mit einem kalten, feuchten Tuch gekühlt und beruhigt werden. Wer allergisch auf Ameisensäure reagiert, wenn also zu der Rötung auch noch eine Schwellung dazu kommt, sollte sich unbedingt in ärztliche Behandlung begeben.

Mücken und Bremsen (Pferdefliegen)

Allein das Sirren der Mücken verrät ihre Anwesenheit - vom eigentlichen Stich der Mücken merken wir nichts. Denn die Mücken injizieren vor dem Blutsaugen ein lokal betäubendes Sekret in die Haut, bevor sie sich an dem Blut satt essen. Dieses Sekret sorgt auch dafür, dass das Blut etwas flüssiger wird und somit besser durch den dünnen Stichkanal fließen kann.

Bremsen fliegen auf den Duft von Schweiß - dabei ist es ihnen egal, ob es Menschen- oder Pferdeschweiß ist. Sie haben im Vergleich zu Mücken wesentlich stärkere Beißwerkzeuge und beißen auch durch Stoff hindurch. Wer von einer Bremse gestochen wurde, trägt meist eine wesentlich größere Beule davon als nach einem Mückenstich. Bremsen übertragen auch häufiger Krankheiten als Mücken. Deswegen sollte ein Bremsenstich erst desinfiziert und dann erst gekühlt werden.

Wer sich gegen den Besuch von Bremsen und Mücken schützen möchte, der kann zunächst einmal Fliegengitter an den Fenstern und Türen befestigen. Außerdem können im Garten oder auf dem Balkon Pflanzen dafür sorgen, dass sich die fliegenden Lästlinge gar nicht erst nähern. Dazu zählen u.a. Tomatenpflanzen, Salbei, Lavendel und Pelargonien (Geranien) mit Zitronenduft. Und wer sich dort aufhält, wo Mücken und Bremsen fliegen, sollte mit seiner Kleidung möglichst den ganzen Körper bedecken. Die Stellen, die nicht bedeckt sind, können dann noch mit einer Mücken abwehrenden Lotion eingerieben werden. Wenn Sie die lauen Abende auf der Terrasse ohne Mücken genießen wollen, können Sie im Handel spezielle Duftkerzen mit Zitronella-Öl bekommen, die Mücken vertreiben sollen.

Falls es doch passiert ist, dann hilft nur noch abwarten und mit einem kühlenden Gel, das einen antiallergischen Wirkstoff enthält, einreiben. Wer an dem Stich kratzt, verteilt das Sekret noch weiter unter der Haut und sorgt dabei dafür, dass die Beule noch größer wird und der Stich noch länger juckt.

Wespen, Bienen, Hummeln und Hornissen

Wenn sich Wespen, Bienen, Hummeln und Hornissen angegriffen oder in die Enge getrieben fühlen, dann stechen sie zu. Dabei sind Hummeln noch die gutmütigsten dieser Insekten. Nur der Giftstachel der Bienen besitzt kleine Widerhaken. Das bewirkt, dass bei einem Stich der ganze Stechapparat inklusive Giftblase aus dem Hinterleib der Biene herausgerissen wird. Erst danach wird das Gift durch den Stachel in den menschlichen Körper gepumpt. Die Biene geht danach zugrunde. Wespen und Hornissen besitzen solche Widerhaken nicht und können daher mehrmals stechen und Gift injizieren. Diesen Stichreflex kann man auch bei erst kürzlich getöteten Wespen noch beobachten.

Wenn das Gift in den menschlichen Körper eindringt, verursacht es lokal starke Schmerzen und Schwellungen. Diese können bis zu einigen Tagen anhalten, je nachdem, wie viel Gift injiziert worden ist. Das Gift von Insekten, auch das von Hornissen, ist normalerweise nicht tödlich. Soforthilfe nach einem Insektenstich bietet eine aufgeschnittene Zwiebel, die auf den frischen Stich gelegt wird. Der Zwiebelsaft neutralisiert das Insektengift. Stellen Sie sicher, dass zuvor kein Stachel mehr in der Wunde sitzt.

Was tun bei einer Allergie gegen Insektengift?

Lebensgefahr besteht ausschließlich für Allergiker und hier schon bei nur einem Stich. Wenn durch frühere Stiche bereits eine Sensibilisierung besteht, kann ein einziger Stich schwere Folgen haben. Es kann zu Rötung, Schwellung, Übelkeit und Kopfschmerzen kommen. Tritt nach einem Insektenstich allerdings Atemnot auf, kann es im schlimmsten Fall zu einem anaphylaktischen Schock kommen, der lebensbedrohlich sein kann.

Allergiker sollten sich nach einem Stich sofort in ärztliche Behandlung begeben. Für den Notfall sollten Allergiker immer ein Notfallpaket mit sich führen. Das Notfallpaket wird in Abstimmung mit dem Arzt / der Ärztin zusammengestellt.

Ein Insektenstich in den Mund lässt die Mundschleimhaut sehr schnell anschwellen. Als Soforthilfe sollte dann ein Eiswürfel gelutscht werden und umgehend die nächste Arztpraxis aufgesucht werden.

Wie kann man sich gegen Insektenstiche schützen?

Als Schutz gegen Insektenstiche ist allein wirksam, den Kontakt mit den Tieren zu vermeiden. Das ist nicht immer einfach, hier ein paar Tipps:

  • Hektische Bewegungen vermeiden, wenn sich eine Wespe oder Biene nähert.
  • Nicht barfuß im Gras laufen.
  • Den Körper mit genügend Kleidung bedecken.
  • Getränke vor dem Trinken immer kontrollieren, besonders Getränkedosen (Wespen oder Bienen könnten darin schwer sichtbar sein).
  • Auf Parfüms und stark duftende Kosmetika verzichten, ebenso zieht Schweiß die Tiere an.
  • Bunte Farben bei der Kleidung meiden, ebenso schwarz, besser geeignet sind Farben wie weiß, grün oder hellbraun.
  • Süßes vom Tisch entfernen.
  • Insektenschutzmittel auf die Haut auftragen.
  • Abfalleimer so weit wie möglich entfernt aufstellen und gut verschließen.
  • Im Schlafzimmer die Fenster schließen oder Insektengitter anbringen.
  • Vorsicht beim Pflücken von Obst, Fallobst lieben die Wespen und Bienen, darum halten sie sich an diesen Stellen vermehrt auf.
  • Orte, an denen Tiere leben und gefüttert werden (z.B. Zoo) meiden.
  • Beim Autofahren die Fenster geschlossen halten, Motorradfahrer sollten außer dem Helm auch Handschuhe tragen.
  • Die Notfallapotheke (wird vom Arzt zusammengestellt) immer mitführen und Angehörige informieren.