Wasserbewohner

Quallen und Zerkarien

Speziell im Spätsommer gibt es in küstennahen Bereichen von Nord- und Ostsee größere Mengen an Quallen. Die häufigste in Massen vorkommende Art ist die Ohrenqualle Aurelia aurita. Sie ist für Badende ungefährlich - löst aber beim Kontakt unangenehme Gefühle aus.

Dagegen ist die Begegnung mit stark nesselnden Quallen wie der Feuerqualle oder der Nesselqualle sehr unangenehm. Kommt die menschliche Haut mit den zum Teil mehrere Meter langen und im Wasser oft unsichtbaren Tentakeln (Nesselfäden) in Kontakt, löst das Gift der Nesselkapseln Hautrötungen und Brennen aus.

Wer mit Nesselquallen in Berührung gekommen ist, spürt sofort ein Brennen auf der Haut. Die brennenden Stellen werden zusätzlich rot. Um das Brennen zu lindern und gleichzeitig noch nicht geplatzte Nesselkapseln von der Haut zu entfernen, kann man mit einem stumpfen Gegenstand (Plastikkarte, Messerrücken) fest über die Haut streichen. Alternativ wäscht man die betroffenen Hautstellen mit ganz viel Salzwasser ab oder reibt sie nach dem Antrocknen mit trockenem Sand ab. Beides sollte niemals mit blosen Händen gemacht werden, da dann die Nesselkapseln auch an den Händen sind und auch dort zu Schmerzen und Rötungen führen. Ein kühlendes Gel mit antiallergischem Wirkstoff sorgt anschließend für Erleichterung. Wer allergisch auf Nesselgift reagiert, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen.

Als ergänzende Informationen stellt das Land Schleswig-Holsteini unter www.schleswig-holstein.de ein Faltblatt zum Thema Quallen als PDF zum bereit.

Zerkarien

Zerkarien kommen hauptsächlich in Seen und Teichen vor und sind Larven von Würmern, die in Wassergeflügel leben. Sie durchleben einen Entwicklungszyklus mit verschiedenen Stadien. Dabei ist der Mensch als Wirtstier für die Zerkarien überhaupt nicht vorgesehen - er wird nur zufällig als Wirt gewählt. Diesen Irrtum müssen die Zerkarien dann umgehend mit dem Leben bezahlen, weil das Immunsystem in der menschlichen Haut die eingedrungenen Tierchen sofort abtötet. Das zeigt sich dann als brennende rötliche Quaddeln auf der Haut, die Mückenstichen recht ähnlich sehen.

Im Sommer zu Beginn der Badezeit, wenn die Wassertemperaturen 20 Grad erreichen, treten Zerkarien gehäuft auf. Eine zweite Zerkarienwelle gibt es im Frühherbst. Zerkarien können aber nur dort vorkommen, wo es genügend ihrer Wirtstiere, Wasserschnecken und Wassergeflügel gibt. Deshalb sollte man diese Stellen zum Baden meiden. Wenn es geht, sollte man von einem Steg aus schwimmen gehen, denn die Tierchen halten sich bevorzugt im flachen Uferbereich von Teichen und Seen auf. Nach dem Schwimmen sollten Sie sich rasch abduschen, um evtl. doch anhaftende Zerkarien gleich wieder abzuwaschen.

Wenn nun doch einige Zerkarien in die Haut eingedrungen sind und sich rote Quaddeln zeigen, dann hilft ein kühlendes und antiseptisch wirkendes Gel. Wie bei Mückenstichen dauert die Heilung einige Tage. Bei allergischen Personen können Fieber und Schockzustände hinzukommen.

Als ergänzende Informationen stellt das Land Schleswig-Holsteini unter www.schleswig-holstein.de ein Faltblatt zum Thema Zerkarien als PDF zum bereit.