Patientenakte ePA

elektronische Patientenakte (ePA)

Frau mit Smartphone zeigt Ärztin ePA - Fotohinweis: © RossHelen iStock.com

Die elektronische Patientenakte soll einem besseren Informationsaustausch unter den Ärzten dienen. Bisher stehen viele Informationen wie z.B. zum Gesundheitszustand, über vorgenommene Behandlungen und deren Ergebnisse in den Unterlagen bei einem Arzt. Anderen Ärzten liegen diese Informationen nicht vor. Daher kann es zu Wiederholungen bei Untersuchungen kommen. Dadurch, dass den Ärzten zukünftig mehr Informationen zur Verfügung stehen, können die individuellen Behandlungsmaßnahmen verbessert werden. In Zukunft werden, sofern der Patient dies wünscht, folgende Informationen gespeichert:

  • Befunde
  • Diagnosen
  • Therapiemaßnahmen
  • Behandlungsberichte
  • Impfungen
  • elektronische Medikationspläne
  • elektronische Arztbriefe
  • Notfalldatensätze

Durch die elektronische Patientenakte erhalten auch die Versicherten einen transparenten Überblick über ihre Gesundheitsdaten. Zusätzlich können noch weitere Daten abgelegt werden, wie z.B. ein Tagebuch über Blutzuckermessungen.

Verfügbarkeit

Die Anmeldung zur elektronischen Patientenakte ist für die Patienten freiwillig und kostenlos. Die Krankenkassen werden verpflichtet, eine ePA anzubieten. Neben Ärzten und Zahnärzten werden auch die Apotheken und Krankenhäuser verpflichtet, sich bis zum 1.1.2021 dem ePA-System anzuschließen. Ausnahmen bestehen für Hebammen, Physiotherapeuten, Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen.

Einsicht in die Akte

Für die Einsicht in die elektronische Patientenakte gibt es verschiedene Zugriffsmöglichkeiten. Grundsätzlich kann jeder Patient für seine Akte entscheiden, wer die Daten einsehen darf. Der Patient selbst kann jederzeit seine Akte einsehen. Der behandelnde Arzt kann grundsätzlich nur im Beisein des Patienten auf die Akte zugreifen. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass der Patient dem Arzt eine zeitlich begrenzte Zugriffsberechtigung erteilt. Damit hat der Arzt auch ohne Anwesenheit des Patienten einen Einblick in die ganze oder bestimmte Dokumente der Akte.

Datenschutz

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn forderte, dass es keine Abstriche beim Datenschutz geben dürfe. Um optimale rechtliche Voraussetzungen zu schaffen, soll zeitnah ein eigenes umfassendes Datenschutzgesetz vorgelegt werden.

 


Fotohinweis: © RossHelen iStock.com

Quelle: Kassenärztlichen Bundesvereinigung,www.kbv.de/html/epa.php, abgerufen am: 17.7.2020; Bundesministerium für Gesundheit, www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/e/elektronische-patientenakte.html, abgerufen am: 17.7.2020

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